Auf dünnem Eis in den Hammewiesen

Manchmal muss man sich auf dünnem Eis bewegen um tolle Aufnahmen zu bekommen. So wie bei diesem wunderschönen Sonnenaufgang in den Hammewiesen im Landkreis Osterholz.

Ich war auf der Suche nach einer schönen Stelle um den kurz bevorstehenden Sonnenaufgang zu fotografieren. Von einer Wiese aus hatte ich auch einen guten Blick auf den Horizont aber irgendwie fehlte mir der Vordergrund für das Foto. Ich kam am Ende der Wiese dann zu einem Graben der gefroren war. Da wir aber erst zwei Tage strengen Frost hatten, war das Eis noch nicht besonders dick.

Da ich gerne Wasser in meinen Bildern einbaue kam mir dieser Graben gerade recht. Vom Ufer her war es aber nicht ganz so toll, denn es gab zuviel Gestrüpp.

Ich überlegte also kurz was ich machen sollte und als ich die Sonne am Horizont hochkommen sah, habe ich mich dazu entschieden auf das Eis zu gehen. 😮

Ganz langsam habe ich mich vorwärts bewegt und gehofft, das es hält.

Dann habe ich mein Stativ auf das Eis gestellt, es ausgerichtet und mein Foto gemacht. Viel Zeit habe ich mir nicht dabei gelassen, denn zu stark war das mulmige Gefühl. Beim zurückgehen, gab das Eis dann Knackgeräusche von sich, die mich schlimmes erahnen ließen. Ich bin aber langsam und gleichmäßig weitergegangen und Gott sei Dank, trockenen Fußes auf der Wiese angekommen. Ich weiß nicht wie tief der Graben war aber ich denke bis zur Hüfte wäre ich bestimmt drin gewesen.

Die Tatsache das wir 5 Grad Minus hatten und das Auto 1,5 Km weit entfernt stand, macht die Gedanken an einen eventuellen Einbruch ins Eis nicht angenehmer.

Mein Vorteil war an diesem Tag wohl, dass ich nicht das meiste Gewicht auf den Rippen habe… 😀

 

53°13’13.7″N 8°49’56.0″E

 

Auf dünnem Eis

Bild zum vergrößern anklicken

Für das Bild habe ich folgendes Equipment benutzt:

  • Canon EOS 750D
  • Sigma 17-70mm F2.8-4.0
  • Stativ
  • Grauverlaufsfilter

Aufnahmetechnik:

Im manuellen Modus fotografiert bei folgenden Einstellungen:

  • ISO 100
  • f/9
  • 1/20 sek.
  • 25 mm

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