Kategorie: Tipps und Wissen

Datenwiederherstellung

Datenwiederherstellung

Heute möchte ich mal etwas über die Datenwiederherstellung schreiben. Einmal nicht bei der Sache gewesen und schon ist die Speicherkarte formatiert. Ich denke jeder von uns hat bestimmt schon mal etwas versehentlich gelöscht. Nichts ist ärgerlicher als wenn Fotos und Dokumente von Festplatte und Co verschwunden sind.

Dieses Thema hat mich schon vor gut 15 Jahren beschäftigt als mir eine Festplatte mit Fotos von meinen Kindern und meiner Frau aus der Schwangerschaft, kaputt ging.

Da habe ich mich das erste Mal mit der Datenwiederherstellung beschäftigt. Mittlerweile sichere ich meine Daten doppelt und somit war das Thema bei mir lange Zeit nicht mehr präsent.

Bis ich vor kurzem einen Hilferuf aus dem Bekanntenkreis erhalten habe. Mein Bekannter hat versehentlich Fotos von einer Speicherkarte gelöscht und bat mich um Hilfe.

Ich empfahl meinem Bekannten das kostenlose Programm “Recuva”. Hiermit ist es möglich Festplattenlaufwerke und Wechseldatenträger zu durchsuchen und gelöschte Dateien wiederherzustellen.

Die Handhabung des Programms ist recht einfach. Ein Assistent führt euch durch das Programm. Ich empfehle euch aber gleich den Tiefenscan auszuwählen. Die Suche dauert dann erheblich länger, die Chance etwas zu finden, ist aber viel größer.

recuva

Gelöschten Dateien lassen sich aber nur auffinden, solange die Bereiche mit den gelöschten Daten auf dem Datenträger nicht durch neue Daten überschrieben worden sind.

Bei meinem Bekannten hat die Datenwiederherstellung zu 100% geklappt. Er hatte auch zum Glück nach dem Löschen nichts mehr auf die Karte geschrieben.

Die erfolgreiche Wiederherstellung hat mich mal dazu veranlasst, meine alten Speicherkarten mit dem Programm zu untersuchen. Ich wollte mal schauen, was das Programm so wiederherstellen kann.

In der Tat leistet das Programm gute Dienste, denn es konnte tatsächlich Fotos auf meinen Speicherkarten wiederherstellen, obwohl sich augenscheinlich keine Daten auf den Karten befanden.

Ich habe darauf einen kleinen Test durchgeführt.

Die Ausgangslage war wie folgt: Auf einer Speicherkarte waren augenscheinlich keine Fotos vorhanden.

Ich habe mit dem Programm “Recuva” einen Tiefenscan durchgeführt und konnte 104 Dateien finden. Danach habe ich mit Windows 10 die Karte im “Schnellformatmodus” formatiert und konnte nach einem weiteren Tiefenscan 92 Dateien finden.

Ich habe dann die Speicherkarte mit Windows 10 nochmal formatiert. Diesmal habe ich den Haken bei “Schnellformatierung” herausgenommen und siehe da, Recuva hat keine Dateien mehr gefunden. Also ein intensives Formatieren in Windows 10 hat ein sehr gutes Ergebnisse erzielt.

Halten wir fest, ein einfaches Löschen der Daten auf Speicherkarten und Co nützt nichts. Daten müssen definitiv überschrieben oder intensiv formatiert werden, damit sie nicht wiederherstellbar sind.

 

Deshalb mein Tipp:

Wenn ihr eure alte Kamera verkaufen wollt, dann würde ich sie ohne Speicherkarte verkaufen. Da seit ihr in jedem Fall auf der sicheren Seite. Ich sehe im Netz auf Auktionen immer wieder, das Kameras mit Speicherkarten angeboten werden. Eine normale Speicherkarte treibt den Preis für eine Kamera nicht wirklich nach oben.

Ihr gebt eure privaten Daten oder Fotos in Fremde Hände, das solltet ihr dabei unbedingt bedenken.

Die Kameranutzung im Winter

Die Kameranutzung im Winter

Wir befinden uns ja mitten im Winter und deshalb möchte ich heute mal etwas über die Kameranutzung in der kalten Jahreszeit schreiben.

Wer schon mal im Winter draußen fotografiert hat wird es kennen. Kommen wir wieder in die warme Stube, dann beschlägt unser Objektiv bzw. unsere Kamera.

Dieses Phänomen nennt sich Kondensation und geschieht dadurch, dass sich die Feuchtigkeit der warmen Luft, auf der kalten Kamera niederschlägt. Es bilden sich kleine Wassertröpfchen auf der Kamera und der Linse.

Aber nicht nur dort, auch im Kameragehäuse auf den Platinen und anderen elektronischen Bauteilen bilden sich die Wassertröpfchen. Nun wissen wir ja alle, das Wasser und Strom nicht die besten Freunde sind und so kann es sein, dass die Kamera dadurch beschädigt wird.

Deshalb sollte man auch keinen Objektivwechsel durchführen, bevor die Kamera nicht akklimatisiert ist. Die Feuchtigkeit kann sonst noch einfacher ins innere der Kamera gelangen.

Außerdem bringt die Feuchtigkeit auch feinste Staubpartikel mit, die sich mit den Tropfen auf der Kamera ablegen. Nach dem verdunsten der Feuchtigkeit, verbleiben somit Rückstände auf der Kamera.

Beschlagene Objektivlinse

Aber wie können wir dem ganzen vorbeugen?

Indem wir die Kamera erst wieder einschalten, wenn sie akklimatisiert ist. Das heisst sie muss sich langsam an die Raumtemperatur anpassen und vollständig getrocknet sein.

Es gibt aber auch noch einen Trick um die Feuchtigkeit gar nicht erst an die Kamera zu lassen. Indem man die Kamera draußen in der Kälte in einen kleinen Beutel steckt und mit so wenig wie möglich Luft im Beutel verschließt. Wenn wir dann ins Warme kommen, kondensiert die Feuchtigkeit am Beutel und nicht an der Kamera.

Kleine Beutel habe ich sowieso immer im Fotorucksack. Damit schütze ich meine Kameras, falls es unterwegs mal zu regnen anfängt.

Mein Tipp:

Vorher die Speicherkarte aus der Kamera nehmen. Denn dann kann man in der Zeit der Akklimatisierung schon mal die Fotos anschauen und bearbeiten.

Ich habe auch noch ein paar weitere Tipps zum fotografieren im Winter. In einem älteren Beitrag von mir erfahrt ihr worauf ihr sonst noch so achten solltet:

Fotografieren im Winter

Fototipps für schönere Fotos

Fototipps für schönere Fotos

Heute möchte ich euch mal ein paar Fototipps geben, mit denen ihr auch so ein Bild zaubern könnt. Ich möchte euch zeigen, was man aus einem unscheinbaren Motiv so alles rausholen kann.

Ich glaube fest daran, das der ein oder andere nach meinem Beitrag bessere Fotos macht. 🙂

Zu aller erst möchte ich euch mal die Ausgangssituation zeigen:

Fliegenpilz

 

Diesen Fliegenpilz habe ich auf einer meiner Fototouren entdeckt und wollte ihn unbedingt fotografieren. Ich hatte das fertige Bild schon im Kopf, als ich anfing den Pilz für das fotografieren vorzubereiten.

Den Pilz vorbereiten? Ja, gerade Anfänger machen den Fehler, das einfach munter darauf losgeknipst wird. Aber man kann durch die richtige Vorbereitung viel aus so manchen Motiv herausholen, wie bei diesem Fliegenpilz. 🙂

Zu aller erst, habe ich den Pilz freigelegt. Ich habe alles an Blättern und Stöckchen entfernt, die die Sicht auf den Pilz gestört haben. Ich habe dabei auch einige Grashalme entfernt. Dafür habe ich manchmal auch extra eine Schere dabei um Gras zurückzuschneiden. 🙂

Im nächsten Schritt, habe ich dann meine Kamera in Bodennähe positioniert:

Fototipps

 

Viele machen den Fehler das sie einfach so einen Pilz von ihrem Standpunkt aus Kopfhöhe fotografieren. So sehen aber viele Menschen diesen Pilz und das Bild wirkt nicht interessant. Wählt für eure Kamera einen außergewöhnlichen Standort, fotografiert z.B. von tief unten.

Denn aus dieser Perspektive sieht man einen Pilz nur sehr selten und durch diese ungewöhnliche Perspektive wirkt euer Bild gleich viel interessanter. Ein Stativ ist hierbei natürlich von Vorteil.

Fliegenpilz

So entsteht ein schönes Bild aus diesem ungewöhnlichen Blickwinkel. Achtet auch auf den Schnitt. Setzt den Pilz nicht in die Mitte des Bildes, sondern positioniert ihn eher ewas seitlich.

Seid kreativ und vor allem nehmt euch Zeit. Ich mache lieber ein schönes Bild als viele, die mir später nicht richtig gefallen. Die Einstellungen der Kamera sind natürlich in jedem Fall individuell vorzunehmen, denn diese sind von den Lichtverhältnissen vor Ort abhängig. Meine Einstellungen könnt ihr weiter unten lesen.

Ihr seht schon, dieses Foto wirkt viel interessanter als das Ausgangsbild und man könnte es auch schon so lassen. Ich bin natürlich noch etwas weiter gegangen und habe das Bild in Photoshop bearbeitet.

Schöne Informationen zum Fliegenpilz findet ihr hier.

 

Für das Bild habe ich folgendes Equipment benutzt:

  • Canon EOS 550D
  • Canon 17-70mm F2.8-4.0
  • Stativ

Aufnahmetechnik:

Mit Zeitautomatik fotografiert bei folgenden Einstellungen:

  • ISO 100
  • f/5.6
  • 1/50
  • 70mm

Hier ist meine finale Version:

Fliegenpilz

Bild zum vergrößern anklicken

Fotografieren im Winter

Fotografieren im Winter

Hallo…

Zurzeit hat uns der Winter fest im Griff. Die tiefen Temperaturen und der Nebel, haben eine wunderschöne Landschaft gezaubert. Ich war schnell nochmal mit der Kamera los und habe ein paar schöne Fotos gemacht, denn es hat sich wieder Tauwetter angekündigt.

Beim fotografieren im Winter, gibt es aber auch einiges zu beachten. Worauf ihr achten solltet habe ich mal kurz zusammengestellt.

Warme Kleidung:

Zieht euch warm an. Denn bei den niedrigen Temperaturen fangt ihr schnell an zu frieren und wer hat dann noch große Lust zu fotografieren.

Akkus / Batterien:

Bei kalten Temperaturen können sich eure Akkus bzw. Batterien schneller als sonst entladen. Achtet deshalb darauf, das ihr eure Akkus voll geladen, oder Ersatz dabei habt.

Weißabgleich:

Bei Schnee kann es mit hoher Warscheinlichkeit passieren, dass das Bild einen Blaustich bekommt. Der Weißabgleich eurer Kamera ist in dieser Situation meist überfordert. Stellt den Weißabgleich eurer Kamera manuell ein und / oder fotografiert, wenn ihr die Möglichkeit habt im RAW Modus. Dann könnt ihr später den Weißabgleich machen.

Kondenswasser:

Wenn ihr mit eurer Kamera von der Kälte in die warme Stube kommt, wird die Luft an eurer Kamera kondensieren. Das heißt eure Linse wird auf jeden Fall beschlagen. Wenn ihr also z.B. unterwegs vom kalten ins warme Auto einsteigt, beschlägt die Linse. Wenn ihr dann anhaltet um etwas zu fotografieren, kann es sein das eure Linse beschlagen ist und das Foto misslingt. Noch ein Tipp: Bevor ihr ins warme Haus geht, könnt ihr eure Kamera, bis sie sich akklimatisiert hat, in einen luftdichten Beutel packen. Dann kann die Umgebungsluft nicht an die Kamera gelangen und sich nicht an der kalten Kamera niederschlagen.

Ich hoffe meine kleinen Tipps waren hilfreich und helfen euch beim fotografieren im Winter weiter. Wenn ihr noch Tipps habt, könnt ihr sie gerne in die Kommentare schreiben…

Fotografieren im Winter

Bild zum vergrößern anklicken

ISO 200
f/6.3
1/1250 sec.
18mm