Warum Du Filter in der Landschaftsfotografie nutzen solltest

Filter in der Landschaftsfotografie

Heute möchte ich Dir mal erklären, warum du Filter in der Landschaftsfotografie nutzen solltest.

Filter nutze ich beim fotografieren schon länger. Ich habe bisher immer mit sogenannten Vorschraubfiltern gearbeitet.

Vorschraubfilter

Die gibt es in verschiedenen Größen und Arten. Wie der Name schon verrät, werden diese vor die Linse geschraubt. Ich habe bisher ND Filter bei Langzeitbelichtungen benutzt oder Verlaufsfilter bei Landschaftsaufnahmen. Oder aber auch beide in Kombination.

Den ND Filter musst Du dir einfach als getöntes Glas, wie bei einer Sonnenbrille vorstellen. Dadurch das der Filter weniger Licht durchlässt, musst du entsprechend die Belichtungszeit erhöhen.

ND Filter

Dadurch hast du die Möglichkeit fließendes Wasser schön weichzuzeichnen oder ziehende Wolken zu verwischen.

Langzeitbelichtung

Den Verlaufsfilter kannst du dir ähnlich vorstellen, nur hat die Tönung im Glas, bei diesem Filter, einen Verlauf. Oben ist er dunkel und nach unten hin, wird das Glas durchsichtiger.

Vorschraubfilter

Diesen Filter kannst du gut bei Gegenlicht nutzen um z.B. bei Sonnenunter- oder Aufgängen den Helligkeitsunterschied vom Himmel und der Landschaft auszugleichen. Denn der Himmel ist dann immer sehr hell und je nachdem, wie du deine Belichtung wählst, hast du ohne Filter, entweder den Himmel überbelichtet oder die Landschaft viel zu dunkel.

Ich habe mit so einem Filter in der Landschaftsfotografie bisher gute Ergebnisse erzielt, es gab aber auch Momente wo ich diese Dinger verflucht habe.

Ein Punkt, der mich immer gestört hat, ist die Handhabung. Oft habe ich die Filter, wenn ich sie wechseln wollte, nur schwer wieder vom Objektiv bekommen. Besonders schlimm war es immer wenn ich beide Filter in Kombination benutzt habe. Diese Filter dann wieder zu trennen, gerade bei kalten Fingern, ließ mich oft verzweifeln.

Einen weiteren Nachteil gibt es beim Verlaufsfilter. Hier kannst Du den Verlauf nicht vertikal verschieben. Wenn Du deine Kamera so ausgerichtet hast, wie Du dein Bild haben möchtest, dann kannst Du den Verlauf nicht ändern. Denn der Filter ist fest an der Linse montiert. Das einzige was Du machen kannst, ist den Filter etwas zu drehen, um ihn nicht horizontal sondern diagonal im Bild zu haben. Eine vertikale Verschiebung bekommst Du nur, durch das neigen der Kamera. Dann änderst Du aber wieder deine Bildkomposition.

Vorteile bieten hier sogenannte Steckfilter. Und auf so ein System bin ich nun umgestiegen. Ich habe mir den NISI V5 Pro Filterhalter gekauft und arbeite in Zukunft mit diesen Steckfiltern.

Nisi V5 Steckfiltersystem

Schau Dir dazu auch das Video an. Hier zeige ich Dir die Wirkungsweise von Filtern.

In dem Video habe ich einen weiteren Filter erwähnt. Den Polfilter. Mit Polfiltern habe ich bisher nur sehr wenig gearbeitet. Ich werde aber in Zukunft mehr damit fotografieren, denn die Ergebnisse sind schon beeindruckend. In meinem neuen Filterhalter habe ich einen NISI Landscape NC Polfilter eingesetzt, der dort dauerhaft bleiben kann.

Nisi V5 ProDer NISI V5 Filterhalter hat einen entscheidenen Vorteil gegenüber vielen Haltern anderer Hersteller. Der Polfilter lässt sich hier auch verstellen, wenn sich vorne ein Steckfilter im Halter befindet. Bei vielen anderen Herstellern ist dieses nicht möglich. Hier musst Du erst den Polfilter einstellen und dann den oder die Steckfilter montieren. Ein nachträgliches Verstellen ohne die Demontage des Steckfilters ist nicht möglich.

Der Verlaufsfilter, den ich nutze, ist von K&F Concept. Es ist ein GND8 Filter mit softem Verlauf. Preislich liegt er deutlich unter der Konkurenz. Die Qualität dieses Filters, hat mich bisher überzeugt. Es gibt keinerlei Farbstiche oder andere optische Mängel. Er ist aus hochwertigem optischen Glas gefertigt und liefert hervorragende Ergebnisse.

Nachfolgend möchte ich Dir anhand von Beispielen nochmal die Wirkung des Polfilters erläutern.
Es ist nicht nur das Blau im Himmel das Du damit verstärken kannst. Es lassen sich damit auch Spiegelungen und Reflexionen mindern.

Polarisationsfilter

Polarisationsfilter

Nachfolgend möchte ich Dir mal zwei Aufnahmen zeigen, die ich einmal ohne und einmal mit Polfilter gemacht habe. Ich habe für beide Fotos die gleichen Einstellungen genommen. Die Fotos sind beide komplett unbearbeitet.
ISO 100 | f/9 | 1/8 sek. | 17mm

In dem linken Bild siehst Du im linken Bildteil die Reflexionen auf den Blättern. Diese sind im rechten Bild verschwunden, weshalb das Grün im Bild auch etwas satter wirkt. Und der Himmel, nun ja, ich denke man sieht den Unterschied deutlich. Ein schönes Blau. Dadurch hast Du später bei der Bildbearbeitung viel mehr Reserven, um ihn zu optimieren.

Mit Polfilter
Mit Polfilter
Mit Polfilter
Ohne Polfilter
Ohne Polfilter

 

Zum Polfilter sollte ich noch erwähnen, das er abhängig von der Richtung aus der das Licht kommt arbeitet. Die beste Wirkung erzielt der Polfilter, wenn Du ihn im Winkel von 90 Grad zur Lichtquelle einsetzt. Wenn Du also das Blau des Himmels schön abdunkeln möchtest, solltest Du nicht gegen die Sonne oder mit der Sonne im Rücken fotografieren. Am besten ist es wenn das Licht von der Seite kommt. Dann entfaltet der Polfilter seine beste Wirkung.

Nun hast Du einen kleinen Einblick in die Arbeit mit Filtern bekommen, ohne zu sehr ins Detail gegangen zu sein. Wenn Du dich in der Landschaftsfotografie weiterentwickeln möchtest, dann solltest Du auf jeden Fall mit Filtern arbeiten. Die Qualität der Fotos, die Du mit Filtern machst, steigt damit enorm an.

Solltest Du bereits Filter in der Landschaftsfotografie nutzen, nimmst Du vielleicht trotzdem etwas aus diesem Beitrag mit. Auf jeden Fall wünsche ich Dir weiterhin viel Spaß bei der Fotografie. Und solltest Du noch Fragen haben, kannst Du mich gerne kontaktieren.

 

 

Kommentare: 4

  1. Fin sagt:

    Hallo Michael,

    vielen Dank für diesen tollen Beitrag.

    Ich bin nun voller Tatendrang mich in das Thema Filter einzuarbeiten, stelle jetzt nach zwei Abenden Recherche jedoch mit Ernüchterung fest, dass es mit Ultraweitwinkel Objektiven so eine Sache ist.

    Wenn Du bald wieder Zeit hast, vielleicht kannst Du mich beraten?

    Meine zugegebenermaßen dringend upgrade-bedürftige Ausrüstung ist Stand heute wie folgt:

    Canon EOS 1100D
    Kit Objektiv (Canon EFS 18-55mm 1:3.5-5.6 ohne IS)
    Ultraweitwinkel Canon EF-S 10 – 18 mm f/4.5 – 5.6 IS STM
    Ein stabiles Stativ von Kullmann

    Mir ist klar, dass man mit diesem Equipment keine Wunder erwarten kann.
    Es soll aber Fotographen geben, die mit diesem Equipment bessere Ergebnisse erreichen als manch einer mit einer highend Vollformatkamera und Objektiven in der Preisklasse eines Kleinwagens. Es kommt eben nicht nur auf das Equipment an, sondern auch wesentlich auf das Können. Wobei besseres Equipment die fotografische Arbeit sicherlich erleichtert. Das stelle ich z.B. immer wieder fest, wenn ich stundenlang im Bach gekniet habe und mir bei der Erarbeitung einer Komposition der Nacken steif wird – wie sehr wünsche ich mir in solchen Augenblicken ein schwenkbares Display 😉 . Aber das ist eine andere Geschichte, die ich an dieser Stelle nicht vertiefen möchte.

    Vielleicht ist Dir auf meinem Flickr Kanal schon aufgefallen, dass ich am liebsten Landschaften mit meinem UWW aufnehme. Dabei liebe ich es nah ran an ein Objekt im Vordergrund zu gehen, die Objekte im Hintergrund klein wirken zu lassen und somit unsere wunderschöne norddeutsche Weite noch mehr betone.

    Deswegen war mein ursprünglicher Plan zunächst in ein lichtstärkeres UWW zu investieren.

    Deine anschauliche Erklärung der Filter aber auch deine wunderschöne wie beachtliche Galerie regen mich nun an mir erstmal hochwertige Filter anzuschaffen. Ich habe mich bereits ein wenig mit dem Nisi V6 beschäftigt, aber dann reifte in mir die Erkenntnis, dass sich ein Steckfiltersystem in den sichtbaren UWW Bereich und somit auf das Bild drängelt. Meine Suche nach einem 150er System, das mit meinem o.g. UWW kompatibel ist, war bisher leider erfolglos.

    Stehe ich an einer Entscheidung?
    Weiterhin mit meinem UWW wie bisher weitermachen und schmerzlich auf Filter verzichten bzw. nur Schraubfilter nutzen? (was mit einem GND Filter ja eigentlich überhaupt keinen Sinn macht…)
    Oder weniger mit meinem geliebten UWW arbeiten, stattdessen mehr auf mein Standardzoom konzentrieren welches dafür aber kompatibel mit einem Nisi Steckfiltersystem wäre?

    Eine schwierige Frage.
    Ich werde weiter recherchieren, vielleicht finde ich ja noch einen vertretbaren Kompromiss.

    Bleib gesund.

    Schöne Grüße,

    Fin

    • Michael Hömske sagt:

      Hallo Fin,
      schön das Dir mein Beitrag so gut gefällt.
      Also beim Equipment kommt es natürlich auch immer darauf an was du vorhast. Auch wenn Du nicht näher darauf eingehen möchtest, aber ein Klapp-Schwenkdisplay ist schon echt komfortabel. Und wenn ich das richtig gesehen habe, hat deine Kamera 12 Megapixel.
      Daraus schließe ich, das dein Modell schon älter ist. Was ja nicht schlecht sein muss. Nur solltest Du dir auch vor Augen halten, das sich in den letzten Jahren viel bei den Bildsensoren getan hat. Klar, Megapixel sind nicht alles. Sie geben Dir aber einen größeren Spielraum, solltest Du mal einen Beschnitt deines Fotos vornehmen.
      Was aber ein großer Vorteil neuerer Sensoren gegenüber älteren darstellt, ist die Tatsache das sie einen höheren Dynamikumpfang und ein besseres Rauschverhalten haben.
      Das spiegelt sich natürlich in der Qualität der Bilder wieder.
      Aus diesem Grund, hätte ich mich zuerst nach einer neuen Kamera umgesehen.
      Desweiteren brauchst Du bei Landschaftsaufnahmen nicht unbedingt eine lichtstarke Linse. Denn wie Du geschrieben hast, benutzt Du ein Stativ und für einen großen Schärfebereich, wie es bei Landschaftsaufnahmen so üblich ist, blendet man sowieso weiter ab. Ich zum Beispiel fotografiere meistens mit Blende 9. Dann nützt Dir auch ein Objektiv nichts, das eine Anfangsblende oder durchgehende Blende von z.B. 2.8 hat.
      Mit dem Kit-Objektiv lassen sich deshalb auch tolle Bilder machen. Ich habe es lange Zeit auch benutzt.
      Zum Problem mit dem UWW und Filtern kann ich nichts sagen, da ich selber kein UWW besitze. Ich habe aber schon davon gehört. Auf Filter würde ich auf keinen Fall verzichten. Und ein NISI V5 tut auch seine guten Dienste. Da kannst Du gegenüber dem V6 System noch ein paar Euro sparen.

      LG,
      Michael

    • Fin sagt:

      Hallo Michael,

      vielen Dank für deine Antwort.

      Nach Abwägung der Pro und Contras habe ich mich nun für Filter entschieden und nach zwei ersten praktischen Feldversuchen kann ich mit Begeisterung sagen: Ich bereue diese Entscheidung nicht im geringsten. Es eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten, ja ich würde sogar soweit gehen zu sagen, daß nun der Weg zu einem neuen Level in der Fotografie vor mir liegt.

      Ich machte mir im Vorfeld die Entscheidung aber nicht leicht. Stattdessen stellte ich die Vor- und Nachteile gegenüber, recherchierte in Foren und Blogs und schrieb sogar zwei Hersteller an.
      Fangen wir mit den Pro und Contra Punkten an.

      Neue Kamera:

      Pro

      – Mehr Megapixel
      – Höherer Dynamikumfang
      – Schwenkbares Display

      Contra

      – Könnte teuer werden

      Filtersystem:

      Pro

      – Korrekt belichteter Vordergrund beim Sonnenaufgang
      – Korrekt belichteter Vordergrund beim Sonnenuntergang
      – Korrekt belichtete Böden im Wald
      – Neue Möglichkeiten in der Langzeitbelichtung

      Contra

      – Im praktischen Einsatz evtl. hinderlich
      – Keine schnelle Reaktion auf kurz auftretende Lichtsituation möglich

      Zwei der Pro Punkte für die neue Kamera konnte ich entkräftigen.

      Mehr Megapixel und somit mehr Freiheit in der Beschneidung der Bilder am PC:

      Klar ist das ein nicht von der Hand zu weisender Vorteil. Hat man ihn aber nicht, wird man gnadenlos dazu gezwungen schon im Moment der Aufnahme den Bildausschnitt optimal zu setzen, sodass eine spätere Beschneidung am PC nur noch minimal nötig ist (z.B. um Randunschärfen zu entfernen). Das erzieht ungemein und ist wirklich sehr hilfreich beim Erlernen der Bildkomposition. Ich vergleiche das immer gerne mit meinen Metall Fachpraxiskursen aus meiner Schulzeit. Da mussten wir auch zuerst den Umgang mit Handsäge und Pfeile lernen, bevor wir an die großen Automaten durften. Was haben wir damals geschimpft – „Warum denn, das können doch alles Maschinen für uns erledigen!“ Die Antwort liegt klar auf der Hand: Weil man so ein viel besseres Gefühl für den Werkstoff entwickelt und somit später leichter einen besseren Umgang und bessere Ergebnisse erzielen kann.

      Höherer Dynamikumfang:

      Auch nicht unerheblich aber ein GND Filter macht ja genau das: Den Dynamikbereich so erweitern, dass bei einem Sonnenaufgang trotz extremen Gegenlichtes die Belichtungszeit verlängert werden kann und somit die zu dunklen Bereiche im unteren Teil des Bildes aufgehellt werden. Und das ohne den Himmel überzubelichten.

      Das im dritten Argument genannte dreh- und schwenkbare Display vermisse ich leider immer noch, aber man kann halt nicht alles auf einmal haben. In zwei bis drei Jahren liegt vielleicht wieder genug Bares auf der Kannte und dann wäre mein nächster Schritt eine neue Kamera.

      Als mir also klar wurde, dass es ein Filtersystem werde sollte, fing ich an zu vergleichen und bin neben dem von Dir empfohlenen Hersteller NiSi auch über Haida gestolpert. Es hing ja noch die Frage im Raum, wie sich Steckfiltersysteme mit UWW Objektiven vertragen. Zuerst vermutete ich, dass an einem wesentlich teureren 150mm System kein Weg vorbeiführen würde, aber dies scheint nur der Fall zu sein, wenn man mit einer Vollformat Kamera unterwegs ist.

      Ich schrieb sicherheitshalber sowohl NiSi als auch Haida an, und beide bestätigten mir, dass an einem APS-C Sensor 100 mm breite Filterplatten auch bei einer ultrakurzen Brennweite von 10 mm kein Problem sind, den passenden Halter vorausgesetzt. NiSi empfiehlt hier seinen neuen V6 Halter, Haida seinen M10 Halter. NiSi rät hier ganz bewusst vom V5 Vorgänger ab, der würde bei 10 mm Brennweite ins Bild rein ragen.

      Der offensichtlichste Unterschied zwischen beiden Herstellern ist die Art, wie der Polfilter montiert wird: Bei NiSi wird geschraubt, bei Haida wird er durch einen Magneten gehalten. Zugegeben, Haidas Konzept klingt verführerisch: Kein Schrauben mehr, was in manchen Situationen wirklich schwierig ist, vor allem wenn die Finger durchgefroren sind. Aber irgendwie fühle ich mich bei dem Schraubkonzept sicherer, da das Risiko, dass sich der Polfilter unbeabsichtigt löst und runterfällt, sehr gering ist.

      Also entschied ich mich für NiSi (obwohl NiSi um einiges teurer ist als Haida).

      Die Wahl der Platten viel mir dagegen sehr leicht, da Du ja bereits im Vorfeld K&F empfohlen hast. Also griff ich hier zu: 1 x Pro Soft GND8 (0.9) und 1 x Pro ND 1000 (3.0). Die gab es zum passenden Zeitpunkt sogar gerade im Angebot. Ich entschied mich für die softe Variante des GND Filters, weil dieser auch für Situationen, in denen viele Objekte in den Himmel ragen, geeignet ist. Zum Beispiel im Wald oder in der Stadt.

      Ich denke für den Anfang bin ich mit diesen zwei Platten erst mal gut aufgestellt.

      Fazit:

      Ich war nun schon zwei Mal mit meinem neuen Spielzeug unterwegs, einmal nachmittags im Wald bei Garlstedt und einmal morgens in den Hammewiesen. Was soll ich sagen – es war eine Offenbarung. Dank des GND Filters ist der Vordergrund absolut klasse belichtet. Ein Aufhellen am PC ist im Grunde nicht mehr nötig. Was das für ein Gewinn an Details, Kontrast und Schärfe bringt, hätte ich selbst in meinen kühnsten Träumen nicht für möglich gehalten. Vorbei sind die Zeiten aufgehellter, detailarmer und verrauschter Vordergründe.

      Mit dem Polfilter lassen sich nicht nur Farben wunderschön sättigen, z.B. wird der Himmel nun schön satt blau. Auch wie Du schon oben geschrieben hast, lassen sich Reflektionen auf ein Minimum reduzieren. Gerade im winterlichen Wald mit viel Laub auf dem Boden ist dies ein Segen. Ich fragte mich in der Vergangenheit immer, was denn mit meinen Aufnahmen aus dem Wald los ist. Die waren irgendwie komisch, schwer in Worte zu fassen seltsam. Nun weiß ich es: Es lag an dem diffusen Licht, welches vom Laub reflektiert wurde. Auch auf spiegelnde Wasseroberflächen wirkt sich der Polfilter, je nach Geschmack, positiv aus.

      Und einen weiteren vorteilhaften Nebeneffekt möchte hervorheben: Sowohl der GND Filter als auch der Polfilter scheinen die Anfälligkeit für Flares zu reduzieren. So habe ich einmal mit Polfilter und ein weiteres Mal mit GND Filter direkt gegen die Sonne fotografiert. Ohne Filter kam es in solchen Situationen bisher IMMER zu hässlichen Flares in Regenbogenfarben. Mit Filter gab es davon nicht die geringste Spur. Das mag aber auch vielleicht Zufall sein, da Flares hauptsächlich mit dem Winkel, in dem das Gegenlicht auf die Linse des Objektivs fällt, zusammenhängen. Das aber nur am Rande.

      Alles in Allem kann ich abschließend sagen, dass ich mit meiner Entscheidung sehr glücklich bin. Daher also nochmal vielen Dank für deinen tollen Beitrag Michael. Er hat mir wirklich sehr geholfen.

      In diesem Sinne wünsche ich Dir stets gutes Licht, tolles Fotowetter und aufregende Motive (und vor allem freie Zeit für das schönste Hobby der Welt).

      Schöne Grüße und bleib gesund.

      Fin

    • Michael Hömske sagt:

      Hallo Fin,
      das freut mich, dass Du nun das passende Equipment gefunden hast. Du hast Dich ja bestens informiert und das mit deinem UWW war auch keine leichte Aufgabe. Es freut mich auch, das ich Dir mit meinem Beitrag helfen konnte.
      Ich kann das gut nachvollziehen, das Dir dein neues Filtersystem gefällt. Als ich meine ersten Fotos angeschaut habe, die ich mit meinem Filtersystem gemacht habe,
      war ich mindestens genauso geflasht.
      Ich hoffe Du hast viel Freude damit und präsentierst bald deine Ergebnisse.

      LG,
      Michael

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