So bekommst Du garantiert einen unscharfen Hintergrund

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unscharfer Hintergrund

So bekommst Du garantiert einen unscharfen Hintergrund

Du möchtest beim fotografieren einen unscharfen Hintergrund erzeugen?

In diesem Beitrag erkläre ich Dir, wie Du es hinbekommst.

Ein unscharfer Hintergrund lässt ein Foto professioneller wirken und stellt ein Motiv frei, damit es den Blick besser auf sich lenkt.
Einen unscharfen Hintergrund zu bekommen ist kein Hexenwerk, wenn Du beim fotografieren ein paar Dinge beachtest.

 

Tipp 1: Nutze eine offene Blende

Um den Hintergrund unscharf zu bekommen, musst Du die Tiefenschärfe reduzieren. Dies machst Du, indem Du die Blende deiner Kamera weit öffnest. Wähle hierzu an Deiner Kamera, den manuellen Modus (M) oder den Modus Zeitautomatik (A oder AV).

In diesen Programmen hast Du die Möglichkeit die Blende selbst zu wählen. Stelle nun eine weit geöffnete Blende ein (niedrige Blendenzahl z.B. 2.0 oder 2.2).

Wenn Du Dich im Modus M befindest achte darauf, die Belichtungszeit an die Blende anzupassen. Ansonsten wird Deine Aufnahme zu hell oder zu dunkel.
Im Modus A oder AV, macht das die Kamera automatisch.

Bei einer weit geöffneten Blende musst du auch besonders darauf achten, das die Schärfe genau auf deinem Objekt liegt, das Du fotografieren möchtest. Umso mehr Du die Blende öffnest, desto mehr nimmt der Schärfebereich ab.

Das kann bei einer sehr offenen Blende schon mal dazu führen, das zum Beispiel bei Portraitaufnahmen die Schärfe nicht direkt auf den Augen liegt. Deshalb solltest Du bei Portraits auch nicht mit voll geöffneter Blende fotografieren.

Unscharfer Hintergrund Blende

Unscharfer Hintergrund Blende

Um noch mehr Unschärfe im Hintergrund zu bekommen, nutze auch den nächsten Tipp.

 

Tipp 2: Fotografiere mit einer längeren Brennweite

Je länger die Brennweite, desto unschärfer der Hintergrund (bei gleichem Abstand zum Motiv).
Nutze hierfür eine Brennweite ab 85mm. Beachte aber, das der Bildwinkel sich mit jedem Millimeter Brennweite verkleinert. Das heißt Du siehst weniger vom Hintergrund, weil der Bildausschnitt kleiner wird.

Außerdem sorgt die zunehmende Brennweite dafür, das Objekte breiter und verkürzt dargestellt werden. Gerade in der Portraitfotografie macht sich dieser Effekt nicht so gut, wenn die Personen breiter und runder werden.

Achte auch darauf, das Du mit deiner Kamera bei langer Brennweite nicht so dicht an Dein Motiv herankommst, als mit kurzer Brennweite. Du bekommst dann dein Motiv nicht mehr scharfgestellt. Hierfür sorgt die Naheinstellgrenze deines Objektivs.

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Unscharfer Hintergrund Brennweite

Unscharfer Hintergrund Brennweite

 

Tipp 3: Abstand zum Motiv

Ein weiterer Faktor für einen unscharfen Hintergrund, ist der Abstand zum Motiv.
Gehe mit deiner Kamera so nah wie möglich an dein Motiv heran.

Je näher Du an deinem Motiv herangehst, desto unschärfer wird der Hintergrund.
Achte aber auch hier auf die Naheinstellgrenze deines Objektivs. Damit du dein Motiv auch noch scharfgestellt bekommst.

Beachte auch: Nutzt Du ein Weitwinkelobjektiv und gehst Du nah an Dein Motiv heran, wird Dein Motiv mitunter verzerrt dargestellt. Dieses macht sich bei Portraitaufnahmen auch nicht so gut.

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Unscharfer Hintergrund Abstand

 

Tipp 4: Abstand zum Hintergrund

Sorge dafür, das Dein Motiv einen weiten Abstand zum Hintergrund hat.
Je weiter der Hintergrund von deinem Motiv entfernt ist, desto unschärfer ist der Hintergrund.

Wenn Du Personen fotografierst, ist das leichter umzusetzen als wenn Du feste Objekte fotografierst. Personen kannst Du bitten, sich weiter vom Hintergrund zu entfernen.
Feste Objekte hingegen stehen nunmal an ihrem Platz und lassen sich meistens nicht verrücken. Wenn es ganz blöde kommt, ist der Hintergrund auch noch nah am Motiv.

Fotografie Tipps

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Ich hoffe ich konnte Dir mit meinen Tipps weiterhelfen und wünsche Dir nun viel Spaß beim umsetzen. Schreibe doch mal in die Kommentare, wie Du mit den Tipps zurechtkommst.

Zum Abschluß noch ein Tipp: Wenn Du einen schönen unscharfen Hintergrund hast und sich im Hintergrund zusätzlich eine Lichtquelle befindet, dann bekommst Du ein tolles Bokeh ins Bild gezaubert. So wie in diesem Beitragsbild.

unscharfer Hintergrund

Ein Bokeh lässt sich auch noch nachträglich ins Bild einfügen. Wie Du das machst, zeige ich Dir in diesem Video:

Und passend zum Video findest Du hier das Bokeh Vorlagen Paket:

 

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