Wertvolle Tipps für die Wasserfall Fotografie

Tipps Wasserfall Fotografie

Wertvolle Tipps für die Wasserfall Fotografie

In diesem Beitrag möchte ich Dir ein paar tolle Tipps für die Wasserfall Fotografie, an die Hand geben.

Du hast schon oft diese Fotos von Wasserfällen gesehen, bei denen das Wasser wie gemalt aussieht?
Und Du fragst dich, wie der Fotograf das gemacht hat?
Das ist gar nicht so schwer, wie Du vielleicht denkst. Nur mit den richtigen Einstellungen an deiner Kamera, kannst Du schon tolle Ergebnisse erzielen.

Das richtige Zubehör macht Dir die Arbeit aber leichter und verbessert nochmal das Ergebnis.

Bildgestaltung

Mach Dir zu allererst Gedanken darüber, wie dein Foto eigentlich aussehen soll.
Welche Aussage soll der Wasserfall dem Betrachter vermitteln?
Möchtest Du wirklich dieses weiche Wasser, was wie gemalt aussieht oder möchtest Du das raue, wilde Wasser im Bild festhalten?
Darüber entscheidet letztendlich die Verschlusszeit, die Du an der Kamera einstellst.

Hier siehst Du einmal zwei Beispielbilder. Aufgenommen am Königshütter Wasserfall im Harz.

Königshütter Wasserfall

Tipps Wasserfall fotografierenDie beiden Bilder habe mit verschiedenen Verschlußzeiten fotografiert.

Das obere Foto habe ich 0,5 Sekunden lang belichtet und das darunter liegende Foto mit 1/125 Sekunde. Das geht in den Einstellungen natürlich auch extremer. Du kannst, wenn Du willst auch länger belichten, z.B. mehrere Sekunden. Aber das wird Dir in der Regel nicht viel bringen, denn das Wasser wird deswegen nicht viel weicher dargestellt.

Das möchte ich Dir einmal anhand eines Vergleichsbildes zeigen. Das linke Foto habe ich 169 Sekunden lang belichtet und das Wasser ist nicht viel weicher als das auf dem rechten Foto mit einer Belichtungszeit von 0,5 Sekunden. Du kannst den Schieber hin und her bewegen um die Fotos zu vergleichen. Das fließende Wasser am unteren Bildrand ist etwas weicher dargestellt, aber ansonsten gibt es keinen großen Unterschied.

0,5 Sekunden
0,5 Sekunden
0,5 Sekunden
169 Sekunden
169 Sekunden

 

Bei so einer langen Belichtungszeit entstehen auch Nachteile. Bei aufkommenden Wind zum Beispiel, bewegen sich die Äste und Blätter der Bäume. Diese Bewegung sieht man dann auf dem Foto. Es ist natürlich Geschmacksache aber ich mag das im Bild überhaupt nicht. Oder Leute laufen durchs Bild und bleiben womöglich auch noch stehen. Bei starkem Wind, kann auch die Kamera in Bewegung geraten, was auch zu einer Verwacklung führt.

Wenn Du kürzer belichtest, als ich es getan habe, dann wird das Wasser noch mehr in der Bewegung einfrieren. Mir persönlich gefällt es aber nicht. Ich mag das weichgezeichnete Wasser lieber.

Die Wahl der Verschlußzeit ist natürlich auch abhängig von dem Umgebungslicht und der Fließgeschwindigkeit des Wassers. Probiere einfach ein paar Einstellungen aus. Fotografiere den Wasserfall mit unterschiedlichen Einstellungen. Dann hast Du mehrere Varianten und kannst dich später für eine Version entscheiden.

Unterstützen kann Dich bei den Verschlußzeiten ein ND-Filter. Diese Filter gibt es in verschiedenen Stärken und helfen dir dabei, die Verschlußzeit zu verlängern.

Du kannst aber auch, wenn Du keinen Filter zur Hand hast, den ISO Wert ganz runter stellen und die Blende weit schließen. Damit bekommst Du auch eine längere Verschlußzeit, die unter Umständen schon für weichgezeichnetes Wasser reicht. Gerade bei Lichtsituationen am frühen Morgen, am späten Abend oder bei bedecktem Himmel, reicht es dann schon aus, das Wasser weichzuzeichnen.

Nutze bei langen Verschlußzeiten ein Stativ oder lege die Kamera auf einen Gegenstand, z.B. einen Stein, einen Ast oder auf den Untergrund. Damit reduzierst Du die Gefahr der Verwacklung.

Nutze bei der Wasserfall Fotografie auch Gestaltungsregeln. Lese hierzu auch meinen Beitrag: 7 Tipps für beeindruckende Landschaftsaufnahmen.

Diese sorgen dafür, dass das Bild interessanter wirkt. Ich habe das Foto vom Königshütter Wasserfall zum Beispiel nach dem Goldenen Schnitt gestaltet. Suche Dir eventuell Elemente für den Bildvordergrund. Steine, Äste, Blumen, Strukturen im Boden. Das sind alles Elemente, die Du ins Bild mit einbeziehen kannst. Fotografiere durch einen Busch oder Baum und nehme die Zweige und Blätter mit ins Bild. Achte aber darauf, das diese Elemente nicht zu sehr vom Hauptmotiv ablenken.

Fotografiere den Wasserfall auch aus verschiedenen Perspektiven. Hier am Beispiel eines anderen Wasserfalls.

Wasserfall FotografieWasserfall richtig fotografieren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verschiedene Jahreszeiten und das Wetter spielen auch eine große Rolle. Diese Faktoren bestimmen die Wassermenge des Wasserfalls.
Die beiden unteren Fotos liegen etwa 1 Jahr auseinander. Die unterschiedliche Wassermenge ist deutlich sichtbar.

Wasserfall Fotografie Tipps  Wasserfall richtig fotografieren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausrüstung

Bei der Wasserfall Fotografie gibt es ein paar Helferlein, die dich unterstützen und deine Fotos besser machen können.

Wie ich weiter oben schon mal erwähnt habe, ist das benutzen eines Stativs sehr hilfreich. Damit hast Du die Möglichkeit deinen Bildausschnitt in aller Ruhe zu wählen und es reduziert die Gefahr der Verwacklung.

Dann empfehle ich dir auch, verschiedene Filter einzusetzen.

Nisi V5 Pro

Zumindest einen ND Filter um die Belichtungszeit verlängern zu können.

Bei den ND Filtern gibt es verschiedene Stärken. Welchen du letztendlich brauchst ist immer Situationsabhängig. Es kommt darauf an, welches Licht du vorort, zur Verfügung hast aber auch wie dein Bild am Ende aussehen soll.

Ich habe zurzeit 2 ND Filter in meinem Rucksack. Einen ND 3 Filter, der die Verschlußzeit um den Faktor 1000 verlängert. Und einen ND 0,9 Filter, der die Verschlußzeit um den Faktor 8 verlängert. Der letztere ist für die Wasserfall Fotografie besser geeignet, da die Verschlußzeiten nicht so extrem lang sind.

Ich empfehle dir auch einen Verlaufsfilter mitzunehmen, falls es nötig ist, den Himmel abzudunkeln. Einen Polfilter kannst du auch ggf. einsetzen um damit Reflexionen zu mindern. Zum Beispiel auf Blättern, Steinen oder aber auch auf der Wasseroberfläche.

 

Kameraeinstellungen

Zu den Kameraeinstellungen bei der Wasserfall Fotografie, gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Am besten fotografierst Du mit einer Blende, bei dem deine Objektiv/Kamerakombination die beste Abbildungsleistung hat. Die meisten kommen mit einer Blende zwischen 5.6 und Blende 8 aus. Damit bekommst Du auch alles durchgehend scharf. Die Verschlußzeit richtet sich dann nach dem eingestellten ISO Wert und ggf. verwendetem Filter.

Objektiv

Vom Weitwinkel bis Tele ist alles möglich. Es kommt auf die örtlichen Gegebenheiten an und natürlich wie Du dein Bild haben möchtest.

 

Hilfreiche Tipps

Nun möchte ich Dir noch ein paar hilfreiche Tipps mit auf den Weg geben. Diese sind nicht nur für die Wasserfall Fotografie anwendbar.

Wenn Du deine Kamera auf einem Stativ montiert hast, empfehle ich dir den optischen Bildstabilisator am Objektiv auszuschalten. Es kann sonst zu Verwacklungen im Bild führen, wenn der Stabilisator arbeitet.

Gerade bei längeren Belichtungen nutze ich gerne den Timer der Kamera oder einen Fernauslöser. Damit wird auch die Gefahr der Verwacklung reduziert.

Du hast eine Spiegelreflexkamera? Dann suche im Menü die Einstellung der Spiegelvorauslösung und nutze sie. Der Spiegelschlag kann nämlich bei Langzeitbelichtungen unter Umständen auch zu einer Verwacklung im Foto führen.

Vermeide starkes Sonnenlicht. Fotografiere lieber bei diffusem Licht. Also früh Morgens oder spät Abends. Oder aber bei bewölktem Himmel.

 

 

 

 

Keine Kommentare

Deinen Kommentar hinzufügen